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HonigmondHonigmond Premiere war am Samstag, dem 05. April 2008 im Lemgoer Bahnhof Regie: Frank Wiemann Lippe-news.de 06.04.2008 Großartige Premiere für Baryllis "Honigmond" beim STATTGESPRÄCH.. Mach Dir zwei schöne Stunden - geht zum STATTGESPRÄCH.. Und wenn diese Theatertruppe dann auch noch eine Premiere im Programm hat, lohnt sich ein Besuch doppelt. So auch wieder am Samstagabend, als Gabriel Baryllis "Honigmond" über die Bühne im Lemgoer Bahnhof lief. Welch ein köstliches Stück mit drei Frauen, die natürlich nur ein Thema kennen: "Männer". Spielwitz, Spielfreude und Spielkultur, was die drei Damen Nelly Wedel (Christine), Nicole Böke (Linda) und Stefanie Schöpe (Barbara) in ihre drei "Typen" hineinzauberten, war sehenswert - war köstlich und hatte den langanhaltenden Applaus am Ende hoch verdient. Kurz zum Inhalt: Barylli hat wahrlich die Gefühle und die Denkweisen der Frauen erkannt und sie grandios in ein Theaterstück der Extraklasse verpackt. Wieder ein tolles Erlebnis beim Stattgespräch, das man nicht versäumen sollte. www.lippische-wochenschau.de Dienstag 08.April 2008 Premiere "Honigmond" im Lemgoer Bahnhof Lemgo (ti). Da nützte auch der kritischste Geist nichts - Ehre, wem Ehre gebürt! Meister-haft und gekonnt war die Inszenierung "Honigmond" der Lemgoer Theatergruppe STATTGESPRÄCH.. vergangenen Samstag im Bahnhof. Die Darstellerinnen Nicole Böke als Linda, Nelly Wedel als Christine und Stefanie Schöpe als Barbara überzeugten in ihren Rollen, wirkten professionell und authentisch als wären ihnen die Rollen auf den Leib geschrieben. "Man hatte gar nicht das Gefühl, eine Inszenierung zu sehen", brachte es eine Zuschauerin auf den Punkt. Auch wenn an diesem Abend die weiblichen Gäste zahlreicher erschienen waren, das dröhnende Lachen der anwesenden Männer machte dies allemal wett. Und dieses Lachen kam von Herzen, war echt und zollte sowohl den eigenen Erfahrungen als auch dem Anerkennung, was die Darstellerinnen auf den Brettern, die die Welt bedeuten, leisteten. Der Funke zwischen Bühne und Publikum sprang über; Linda, Christine und Barbara zogen die Zuschauer bis zuletzt in ihren Bann. Erst bei der abschließenden Verneigung erwachte das Publikum: "Wie schon zu ende? - Ich hätte noch stundenlang zusehen können", kommentierte eine Besucherin. Sei es die romantische, der Idealvorstellung eines Mannes - hier Rock Hudson - verfalle-nen Christine, die "männer-verschleißende" Linda oder die von ihrem Ehemann betrogene Barbara - jeder Frauentypus transportierte auf eigene Weise die immergleiche Sehnsucht, das nach wie vor ungebrochene Verzehren und Hingezogensein, aber auch die schmerzlichen Erfahrungen, die frau mit Mann gemacht hatte. Jede auf eigene Art verletzte und enttäuschte Frau, sehnte sich dennoch nach IHM, dem EINEN und keiner war es gelungen das Rätsel des Buches der Sieben Siegel (Männer) für sich zu lösen. Linda der männermordende Vamp, wollte sich nicht in der Opferrolle wiederfinden, die ihr als Frau zu drohen schien, sollte sie sich auf einen einzigen Mann fixieren. Letztlich fürchtete sie sich davor zu enden wie Barbara, die ihr eigenes Sein dem Wunsch des Mannes angepasst hatte und geworden war, wie ER sie haben wollte, um dann als langweiliges Spielzeug mit einem Frauentyp wie Linda betrogen zu werden. Und Christine von Nelly Wedel überzeugend gespielt blieb konsequent ihrer eigenen Traumwelt, der fixen Idee von Romantik, Liebe und Happy End, verfallen - selbst dann noch, als sie durch ihre Freundinnen hautnah mit der Realität konfrontiert wurde. Logisch und konsequent, dass sie am Ende des Stücks wieder etwas mit ihrem Ex an-fangen würde. Lippe aktuell 12. April 2008 Erfolgreiche "Stattgespräch"-Premiere mit dem Schauspiel "Honigmond"
In deren Frauen-WG gibt es einen entscheidenden Mittelpunkt: Den Anrufbeantworter. Männerstimmen mit und ohne Akzent und Dialekt geben sich den Hörer in die Hand und sind in der Regel Linda zuzuordnen. Die Designerin ist kein Kind von Traurigkeit und will alles, nur keine feste Bindung, denn dann verliert der jeweilige Liebste schnell das Interesse. Ganz anders die Psychologin Christine. Sie hat in ihrer an sich glücklichen Ehe schnell erkannt: Liebe und Beruf lassen sich nicht verbinden. So hat sie sich von Stefan in Würde getrennt, will ihn aber eigentlich viel lieber wieder zurückhaben.
Lippische Landeszeitung am 08. April 2008 Frauen zwischen Flirts und Fehden Linda, Christine und Barbara stehen im Zentrum des Stückes „Honigmond“ mit dem die Freie The-atergruppe STATTGESPRÄCH.. jetzt höchst mitreißend Premiere feierte. „Honigmond“ von Gab-riel Barylli ist eine leichte und raffinierte Liebeskomödie, die ihren Heldinnen Auswege aus den tü-ckischen Beziehungsverwicklungen aufzeigen will, sie auf der Bühne aber dennoch gern emotional Karussell fahren lässt… Nicole Böke spielt die Rolle der Linda so, wie man sich eine attraktive, emanzipierte Frau vorstellt, die es mit dem Anspruch „moralisch einwandfrei“ nicht so ernst nimmt, dafür aber weiß, wie sie Männer um ihre Finger mit den strategisch gefeilten Nägeln wickeln kann. Die Einflüsse der Män-ner und alle damit verbundenen klischeegeladenen Glücks- und Schicksalsmomente bringen die drei Darstellerinnen mit einem leicht verspielten, femininen Überlegenheitslächeln auf die Bühne, dass sie genauso einzusetzen wissen, wie die Anziehung ihres Outfits. Für Christine Kowalsky (Nelly Wedel), die in ihren träumen mit „Mr. Unbekannt“ liebäugelt, ist Linda eine Art „Satelliten-fernsehen“, das den Kampf der Geschlechter direkt in die Wohngemeinschaft projiziert. Christine entdeckt für sich, dass beides geht, „Beruf und Liebe“, während Barbara (Stefanie Schöpe) hyste-risch und trotzig- ernüchtert endet: „Ich werde mich heute nicht abschminken“, schreit sie ihre Ent-schlossenheit zum revolutionären „Schlimmsein“ hinaus. Frank Wiemann gelingt es mit seiner Inszenierung, die Frau als durchaus kommunikatives Wesen, neugierig und hinterlistig, zugleich jedoch auch anziehend und liebenswert zu präsentieren. Zur Darstellung dieser sympathischen Diskrepanz bedient er sich sowohl in dramaturgischer als auch in bühnentechnischer Hinsicht weniger Hilfsmittel, vielmehr lässt er die Dialoge der Frauen für sich wirken und sich damit die Spezies „Frau“ in selbstironischem Sinne definieren.
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