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Der KrawattenklubEin Schauspiel von Fabrice Roger-Lacan Fulminante Premiere Wieviel Geheimnis kann eine langjährige Freundschaft verkraften? Darüber in-formiert der fulminant gespielte "Krawattenklub" beim "Stattgespräch". Zuerst tauchen nur selten kleine versteckte Bösartigkeiten in den geschliffenen Dialogen der beiden freundschaftlich verbundenen Partner auf. Seit Jahren betreiben sie gemeinsam ein Architekturbüro, das Ute Höfinghoff mit einer großen perspektivischen Zeichnung und einer kühl-funktionellen Einrichtung auf die Bühne bringt. Doch irgend etwas muss sich im Laufe der Zeit bei Bernard (Frank Wiemann) und Adrian (Markus Mogwitz) angestaut haben, das nun aus dem Unterbewusstsein herausdrängt. Damit sich das Ventil öffnet, genügt ein läppischer Anlass. Adrian sagt kurzfristig die Einladung zum 40. Geburtstag des Freundes ab. Denn jeden ersten Donnerstag im Monat trifft er sich mit offenbar Gleichgesinnten in einem Klub, der sich "Die Igel" nennt und dessen Mitglieder sich durch eine spezielle Krawatte erkennen. Jetzt wird Bernard hellhörig. Was ist das für ein Klub, aus dem sein Partner solch ein Geheimnis macht? Und warum hat er dessen Existenz bis heute verschwiegen? Je bedeckter sich eine Institution hält, desto stärker wabern die Gerüchte. Ein Musterbei-spiel dafür sind die Logen der Freimaurer, bei denen die Nachfolger ehrbarer Steinmetze im Laufe der Jahrhunderte zu Kinderschändern und Mördern gemacht wurden. Auch Bernards Phantasie entzündet sich an den "Igeln". Werden dort vielleicht leicht geheime Rituale zelebriert? Oder ist der Klub ein Deckmäntelchen für aus-schweifende Bunga-Bunga-Parties? Die köstliche Frucht der Mitgliedschaft, die ihm Adrian hartnäckig verweigert, verlockt zur ständig steigenden Gier.
"Der Krawattenklub" regt zum Nachdenken und Diskutieren anDie düstere und ernste Komödie erzählt auf durchdringende Weise, wie sich eine Lappalie zu einem erbitterten Kampf zwischen den beiden Freuden entwickelt. Eine eigentlich als unkompliziert geltende Männerfreundschaft wird infrage gestellt und der Konflikt endet schließlich mit einem …
Lippische Wochenschau am 10. März 2011 (Auszüge) Ein Freund, ein guter Freund…… Das pointierte Spiel gepaart mit gekonntem Witz und unschlagbarer Situationskomik wird von den beiden Schauspielern Frank Wiemann (Bernard) und Markus Mogwitz (Adrian) gekonnt auf die Bühne gebracht. Der Einblick in den fast all zu täglich anmutenden Büroalltag ist nicht nur komisch sondern auch telweise sehr lehrreich..
Lippe aktuell am 12. März 2011 (Auszüge) Theatergruppe »Stattgespräch« mit packender PremiereWas hält wahre Freundschaft aus? Die beiden Darsteller Frank Wiemann und Markus Mogwitz können ihre Leistung im »Krawattenclub« (Schauspiel von Fabrice Roger-Lacan) als Glanzpunkt ihrer bisherigen Karriere verbuchen. Es war wie so oft: Von der Konzeption her einfache Geschichten und dramatische Stoffe rufen die stärkste Wirkung hervor. Klare Positionen und Konfliktkanten sowie Inhalte, die die Menschen aus dem Alltagsleben kennen, faszinieren und fesseln mehr als übermäßig komplex und kompliziert konstruierte Gerüste. Im »Krawattenclub« geht es um das große und existenzielle Thema »Freundschaft«, und zwar in der Variante »Männerfreundschaft«. Bernard (Frank Wiemann) und Adrian (Markus Mogwitz), beide in den 40ern, sind nicht nur langjährige Geschäftspartner; sie betreiben gemeinsam ein erfolgreiches Architekturbüro. Beide sind auch privat enge Freunde und so richtig persönlich vertraut. Das ist seit vielen Jahren gewachsen und erscheint dem Publikum sehr konsolidiert. Doch plötzlich wird dieses so scheinbar feste Fundament in Frage gestellt: Adrian sagt seine Teilnahme an der Feier zum 40. Geburtstag seines Freundes ab und rückt häppchenweise als Begründung dafür mit seiner obligatorischen Anwesenheit beim Treffen eines mysteriösen Clubs mit Namen »Die Igel« heraus. Schlagartig sieht der ohnehin empfindsame und hypersensible Bernard das gesamte Freundschaftswerk bedroht. Es kommt innerhalb des Stücks zum rabiaten Stimmungswechsel. Eine fulminante Eskalationsspirale kommt in Gang, die sich der unbefangene Zuschauer so nicht hätte vorstellen können….
Weitere Vorstellungen: siehe Spielplan
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